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USBEKISTAN
Die ehemalige Sowjetrepublik Usbekistan liegt inmitten der Wüstengebiete Mittelasiens. Durch das Land verlief einst die sagenumwobene Seidenstraße nach China. Es grenzt im Norden an Kasachstan, im Süden an Turkmenistan und Afghanistan. Im Osten trennt Usbekistan ein kompliziertes Grenzsystem von Tadschikistan und Kirgistan.
Erdteil: Asien
Offizieller Name:
Uzbekiston Respublikasi (Republic
of Uzbekistan)
Staatsform: Republik mit Mehr-Parteien-System
Staatsführung: Präsident
Regierungsführung: Premierminister
Landesfläche: 447.400 qkm (Weltrang 55)
Gliederung: 12 Provinzen, 1 autonome Republik
Haupstadt: Taschkent
Offizielle Sprache: Usbekisch
Staatsreligion: keine
Währung: Sum
Bevölkerungsdichte: 52,9 Menschen je qkm
Ethnische
Zusammensetzung der Bevölkerung:
Usbeken 75.8%; Russen 6.0%;
Tadschiker 4.8%; Kasachen 4.1%; Kirgieser 0.9%; Ukrainer 0.6%;
Turkmenen 0.6%; andere 7.2%
Religionszugehörigkeit:
Muslime 88.0%; Russisch-Orthodoxe
1.0%; andere (meist ohne) 11.0%
Größte Städte:
Taschkent 2,107,000;
Samarkand 362,000; Namangan 362,000; Andijon 313,000; Bukhara 238,000
Geographische
Merkmale:
höchster Berg
--> Beschtor 4299 m; größter See --> Aralsee (Teil) 66.500
qkm.
Geographie:
Die
nordwestliche Grenze verläuft über das Ustjurt-Plateau, in
dessen östlichem Teil sich der salzige Aralsee befindet und an
dessen südlichem Ende das Delta der Amu-Dara eingebettet ist.
Von hier aus dehnt sich die riesige Sand- und Geröllwüste
Kysylkum bis zu den Vorbergen der östlichen Gebirge aus. Im äußersten
Osten, hinter der Hauptstadt Taschkent und dem Tschatkal-Gebirge,
beginnt das fruchtbare Fergana-Becken. In Usbekistan überwiegt
ein Halbwüstenklima mit kurzen Wintern und starken Frösten in
den Gebirgen sowie langen und heißen Sommern Sommern. Niederschläge
fallen meist nur im Osten des Landes. Die Vegetation wechselt von
Wüstensträuchern bis zu ausgedehnten Waldgebieten im Osten.
Ressourcen:
Erdgas, Kohle,
Uran, Silber, Gold, Kupfer, Blei, Zink, Wolfram, Molybdän,
Baumwolle, Getreide, Viehwirtschaft, Agrarprodukte.
Zeitzone:
MEZ +4,0 Stunde(n)
Geburtsrate je 1000 Menschen: 29,5 (Weltdurchschnitt. 25.0)
Todesrate je 1000 Menschen: 6,7 (Weltdurchschnitt 9.3)
Internet:
In Usbekistan wird der
Zugang zum Internet staatlich kontrolliert; Filter-Software
verhindert, daß unerwünschte Webseiten aufgerufen werden können.
Gesamtgröße der
Armee:
49,000 (Heer 69,2%;
Luftwaffe 6,2%; andere 24,6%)
Anteil der Militärausgaben
am Bruttosozialprodukt:
3,8% (Weltdurchschnitt 2,8%)
Kurzinfo:
Bis zum 11. Jahrhundert war
die Region Teil verschiedener Reiche (Perser, Griechen, Araber),
dann Durchzugsgebiet asiatischer Völker, vor allem der Mongolen.
Timur Lenk gelang es im 14. Jahrhundert, ein Reich mit Samarkand
als Hauptstadt aufzubauen. Die russische Expansion setzte 1864
ein. Buchara (1868) und Chiwa (1873) wurden zu russischen
Protektoraten. Kohand kam 1876 direkt unter Zarenverwaltung. 1918
wurde gewaltsam die Autonome Sowjetrepublik Turkestan gegründet,
zu der auch Usbekistan gehörte. Das Land erhielt erst 1929 seine
heutigen Grenzen. Am 1. September 1991 erklärte Usbekistan seine
Unabhängigkeit. An den Machtstrukturen beim Übergang von der
Sowjetrepublik zum unabhängigen Nationalstaat änderte sich
wenig. Im Land gib es ethnische Spannungen, Nachbarländer (Tadschikistan,
Kirgistan und Kasachstan) erheben Anspruch auf usbekisches Gebiet.
Der usbekische Staatschef Islam Karimow (61) wurde bei der Präsidentenwahl
am 09.01.2000 erwartungsgemäß mit großer Mehrheit von
rund 92% im Amt bestätigt. Nach Angaben der zentralen
Wahlkommission in der Hauptstadt Taschkent erhielt Karimow 91,9%
der abgegebenen Stimmen. Auf den einzigen Gegenkandidaten,
Abdulchafis Dschalalow, entfielen lediglich 4,1% der Stimmen.
Karimow steht seit 1991 an der Spitze des mit 24,1 Mio Einwohnern
bevölkerungsreichsten Landes Zentralasiens. In einem Referendum
wurde seine Amtszeit 1995 bis 2000 verlängert. Nach der
Verfassung sind nur zwei aufeinander folgende Amtszeiten als
Staatsoberhaupt möglich. Karimow regiert autoritär, eine
Opposition ist verboten. Selbst sein einziger Gegenkandidat
Dschalalow gab zu, für Karimow gestimmt zu haben.